Morelia spilota-spilota |
||||
| Verbreitungsgebiet: Australien; in einem schmalen Küstenstreifen der Bundesstaaten New South Wales (Morelia spilota-spilota) und Queensland (Morelia spilota-cheynei). Allgemeines: Diese so genannten „Crossings“ sind Hybriden zwischen dem Diamantpython Morelia spilota- spilota und dem Regenwaldteppichpython Morelia spilota- cheynei. Auch diese „Terrarienvariante“ des Rautenpythons wird in der Schweiz immer beliebter. Zu diesem wunderschönen Pythons gibt es viele unterschiedlichen Meinungen. Einige finden sie toll wie ich und die anderen finden es eine sinnlose Vermischung von Morelia Unterarten. Betrachtet man diese künstliche Hybridisierung als „Terrarienform“ oder „Farbzucht“ - wie auch alle anderen „Designertiere“ als solche angesehen werden - gibt es eigentlich keinen Grund solch eine Zucht abzulehnen. Ich finde, solange diese Tiere klipp und klar als das verkauft werden was sie sind (und nicht etwa aus „Profitgier“ als besonders schöne „Cheyneis“ oder so…) sehe ich daran auch nichts Verwerfliches und erfreue mich an diesen wunderschönen Tieren genauso wie an allen anderen meiner Pythons. Diese Tiere sind etwas ganz besonderes, da sie so gut wie alle positiven Eigenschaften der jeweiligen Unterarten in sich vereinigen (mehr oder weniger, im Einzelfall unterschiedlich) Sie sind in der Regel kleinbleibend Das ausgewachsenes Crossingweibchen kann eine Grösse von 200 cm und ein Gewicht bis zu 5 kg erreichen, was aber eher selten ist. Im Normalfall erlangt das Weibchen eher eine maximale Grösse von 180 cm und ein Gewicht von 3 bis 4 kg, selten darüber. Das Männchen bleibt kleiner als das Weibchen und erreicht nur eine Grösse von 150-170 cm. Das Körpergewicht des Männchens sollte zwischen 2 bis 3 kg liegen, es sollte nicht zu massig sein. Es handelt sich um eine sehr aufmerksame und aktive Pythonart. Wenn sie bei ihren Erkundungstouren ertappt wird, präsentiert sich diese sehr anschauliche Schlangenart zur Freude ihres Pflegers sehr offen und grosszügig. Das Terrarium sollte für zwei ausgewachsene Tiere eine Mindestgrösse LxBxH von 150x70x100 cm haben, sicherlich wäre grösser und höher von Vorteil. Die Tagestemperatur sollte allgemein bei 26-28 Grad liegen, diese Werte sollten nicht dauerhaft bzw. über einen langen Zeitraum überschritten werden. Eine warme Stelle mit einer Temperatur bis zu 40 Grad durch einen geschützten Wärmestrahler sollte angeboten werden, so dass das Tier sich seine eigenen Temperaturzonen aussuchen und immer wieder frei wechseln kann. Die Nachttemperatur sollte auf mindestens 20-22 Grad absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber um 70% betragen, nachts auf etwa 80% ansteigen. Der Bodengrund kann weich, aber sollte nicht nass sein. Torf, Rinde, Holzspäne, Räucherspäne oder diverse Erdengemische sind geeignet. Von einer lebendigen Futteranbietung rate ich ab, es können sehr tiefe Bisswunden und Narben durch das Futtertier an der Schlange entstehen. Das trächtige Tier sollte vom Männchen getrennt werden, am besten belässt man das Weibchen wo es ist und entfernt das Männchen, nicht umgekehrt weil das Stress für ein trächtiges Weibchen wäre, damit man es besser beobachten kann. Auch das Futter kann so besser angeboten und angenommen werden. Das trächtige Pythonweibchen verweigert zumeist das Futter, in den seltensten Fällen frisst das Tier sporadisch weiter/durch. Nach einer Tragzeit von ca. vier Monaten werden durchschnittlich etwa 15-25 Eier abgesetzt, bei uns ergab sich die Anzahl von 20 Eiern. Die Anzahl der Eier bei der Eiablage ist sehr unterschiedlich. Je nach Grösse und Vitalität des Weibchens kann die Zahl der abgesetzten Eier unterschiedlich ausfallen. Die Bruttemperatur sollte mindestens bei 31 Grad liegen und darf bis max. 32 Grad schwanken. Die Inkubationszeit der Eier im Brutkasten wird 55 bis 70 Tage betragen, je nach Bruttemperatur. Bei uns ergab sich eine Brutdauer von 50 Tagen. Nach dem Ankerben und Anritzen des Eies mit dem Ei-Zahn der Schlange, durchstösst/durchbricht die junge Schlange das Ei. Sie wird es innerhalb von 1-2 Tagen selber verlassen, bitte das Jungtier nicht aus dem Ei ziehen oder zerren. Das junge Crossingbaby wird ohne Hilfe aus dem Ei schlüpfen. Das Gewicht der jungen Crossings kann 20-45 Gramm betragen und sie werden beim Schlüpfen eine Länge von 40-50 cm aufweisen. Die Jungen gehen in der Regel nach der ersten Häutung an das angebotene Futter. Dieses sollte nicht grösser als eine leicht behaarte Ratte sein. Die Aufzucht der jungen Crossings sollte in Einzelhaltung erfolgen. Diese Aufzuchtshaltung ist von Vorteil, damit man das Tier besser beobachten und das Futter gezielt anbieten kann. Bei idealer Haltung und Pflege des Tieres kann der Schützling über 20 Jahre alt werden.
|
||||
|
||||